Tal Ofarim: Aufgewachsen in der Musikerfamilie von Abi Ofarim

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Wer den Namen Tal Ofarim in eine Suchmaschine tippt, will meistens eines wissen: Wer ist der Mann, der auf Fotos neben dem Sänger Gil Ofarim und dessen Vater Abi Ofarim zu sehen ist? Die kurze Antwort lautet: Tal Ofarim, Jahrgang 1984, ist Musiker, der jüngere Sohn von Abi Ofarim und der jüngere Bruder von Gil Ofarim. Er stammt aus einer Familie, deren Name seit den Sechzigerjahren mit deutscher und israelischer Musikgeschichte verbunden ist. Anders als sein Vater und sein Bruder hat er sich nie in den Vordergrund gedrängt. Deshalb ist über ihn deutlich weniger geschrieben worden als über den Rest der Familie. Dieser Beitrag sammelt, was sich belegen lässt, und sagt dort ehrlich, dass die Quellen schweigen, wo sie schweigen. Wie hat es sich angefühlt, zwischen einem Vater mit Weltkarriere und einem Bruder, der schon als Jugendlicher Fans in ganz Asien hatte, erwachsen zu werden? Die Antwort darauf kennt nur Tal selbst. Was von außen sichtbar ist, steht auf den folgenden Seiten.

Kurzprofil: Tal Ofarim auf einen Blick

AngabeInformation
NameTal Ofarim
Geboren1984 (genaues Datum nicht öffentlich belegt)
BerufMusiker
VaterAbi Ofarim (1937–2018), israelischer Musiker und Tänzer
MutterSandra, dritte Ehefrau von Abi Ofarim (Scheidung 2004)
BruderGil Ofarim, geboren 1982, Sänger und Schauspieler
HalbbruderOliver Berben, Sohn von Abi Ofarim und Iris Berben
BandZoo Army (ab 2005, gemeinsam mit Gil Ofarim)
Bezug zu MünchenFamilie und öffentliche Auftritte, aktueller Wohnort nicht bekannt

Tal: ein Vorname mit hebräischen Wurzeln

Bevor es um den Familiennamen geht, lohnt ein Blick auf den Vornamen. Tal ist hebräisch und bedeutet „Tau“, also die feinen Wassertropfen, die morgens auf Gras und Blättern liegen. In Israel ist der Name weit verbreitet und wird für Jungen wie für Mädchen vergeben, was ihn dort völlig alltäglich macht. In Deutschland dagegen fällt er auf, weil er kurz ist und ungewohnt klingt. Dass die Eltern ihrem zweiten Sohn diesen Namen gaben, passt zu einer Familie, in der Hebräisch neben Deutsch und Englisch zum Alltag gehörte. Von Gil ist bekannt, dass er alle drei Sprachen spricht. Für Tal gibt es keine eigene Angabe, es liegt aber nahe, dass er in derselben Umgebung aufwuchs. Wer nur „Tal“ sucht, findet übrigens sehr viele Menschen, vom Musiker bis zum Sportler. Deshalb ist der Zusatz „Ofarim“ hier keine Nebensache, sondern das, was die Person eindeutig macht.

Tal Ofarim hebräischen Wurzeln

Ofarim: ein Familienname mit Klang

Der Name selbst. Ofarim gilt als Mehrzahl des hebräischen Wortes „ofer“, das ungefähr „junger Hirsch“ oder „Gazellenkitz“ bedeutet. Abi kam 1937 als Avraham Reichstadt in Safed zur Welt. Ofarim wurde später zu seinem Namen auf der Bühne und schließlich zum Namen der Familie. Bei Gil sieht man beides noch: Sein voller Name lautet Gil Doron Reichstadt Ofarim.

Die Elterngeneration. Abi Ofarim wurde in den Sechzigerjahren als eine Hälfte des Duos Esther & Abi Ofarim bekannt, zusammen mit seiner damaligen Frau Esther. Das Duo hatte in Deutschland 1966 mit „Noch einen Tanz“ seinen ersten Hit, ein Jahr später mit „Morning of my Life“, einem Lied der Bee Gees. Der größte Erfolg kam 1968 mit „Cinderella Rockefella“, das in Großbritannien Platz eins erreichte. Wenn heute jemand „Ofarim“ hört, denkt er deshalb oft zuerst an dieses Duo.

Die Söhne. Tal und Gil stammen aus Abis dritter Ehe mit Sandra, die 2004 geschieden wurde. Esther Ofarim ist also nicht ihre Mutter. Das wird im Netz häufig durcheinandergebracht, weil der gemeinsame Nachname suggeriert, alle Ofarims gehörten zum selben Zweig.

Die Verwechslungsgefahr. Wer nach „Ofarim“ allein sucht, stößt auch auf Beit Aryeh-Ofarim, eine israelische Ortschaft im Westjordanland. Sie hat nach allem, was bekannt ist, mit der Musikerfamilie nichts zu tun, und der Ortsname taucht nur zufällig unter demselben Suchbegriff auf.

Tal Ofarim und sein Vater: ein Leben zwischen Bühne und Neuanfang

Abi Ofarim hatte ein Leben, das für mehrere Biografien gereicht hätte. Er wuchs in Safed auf, besuchte nach der Staatsgründung Israels 1948 eine Ballettschule und stand 1952 in Haifa zum ersten Mal auf der Bühne. Seinen Militärdienst leistete er in der Zeit der Suezkrise. Danach kamen die Jahre mit Esther, die Auftritte in London und New York und schließlich die Trennung des Paares 1970. Für die Hochzeit mit Esther nennen die Quellen übrigens unterschiedliche Jahre, 1958 und 1961, weshalb man das Datum besser weglässt. Nach der Trennung arbeitete Abi als Produzent und Manager und gründete 1970 seine Firma Prom Music. Als Solokünstler hatte er wenig Erfolg. 1982 erschien sein Buch „Der Preis der wilden Jahre“, im selben Jahr ein Album bei RCA. Erst 2009 folgte mit „Too Much of Something“ ein weiteres. Ab 2014 leitete er in München ein „Jugendzentrum für Senioren“, ein Projekt gegen Armut und Einsamkeit im Alter.

Für Tal bedeutete das: Er wuchs neben einem Vater auf, der die ganz großen Erfolge schon hinter sich hatte, aber weiter Musik machte und an Ideen arbeitete. Ob das eher Druck oder eher Ansporn war, lässt sich von außen nicht beurteilen. Abi selbst sagte über sich, Israel sei seine Heimat und München sein Zuhause. Er reiste drei- bis viermal im Jahr nach Israel. Er bezeichnete sich als gläubig, aber nicht als religiös. Am 4. Mai 2018 starb Abi Ofarim im Alter von 80 Jahren in München. Wie sehr hat der Tod des Vaters die Brüder zusammengeschweißt? Auch hier gibt es keine öffentlichen Aussagen, und Vermutungen wären fehl am Platz.

Aufgewachsen in München: was über Tals Kindheit bekannt ist

Über Tal Ofarims Kindheit wurde kaum etwas veröffentlicht. Belegt ist, dass die Familie in München lebte und dass die Söhne eine jüdische Schule besuchten. Die Jüdische Allgemeine erinnerte in ihrem Nachruf auf Abi daran, dass der Kontakt zur jüdischen Gemeinde in dieser Zeit enger war als später in seinem Leben. Ein Junge, der 1984 geboren wurde, war also Anfang der Neunzigerjahre ein Schulkind in einer Stadt, in der sein Vater bekannt war, ohne dass er selbst einen Namen hatte. Solche Kindheiten gibt es häufiger, als man denkt. Die Kinder bekannter Eltern werden gefragt, ob sie auch singen, bevor sie überhaupt wissen, was sie selbst wollen. Bei den Ofarims war die Antwort offenbar früh ja, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Ob Tal als Kind Instrumente lernte oder Unterricht bekam, ist nirgends dokumentiert, und ich schreibe hier nichts hinein, was ich nicht belegen kann.

Tal Ofarim Kindheit bekannt

Tal Ofarim und Gil Ofarim: zwei Brüder, zwei Wege

Der ältere Bruder wurde früh berühmt. Im Mai 1997 entdeckte ein Talentscout des Magazins Bravo den damals Fünfzehnjährigen in einer Münchner U-Bahn-Station. Es folgte eine Fotolovestory mit dem Titel „2 + 2 = Love“, in der Gil gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Tal auftrat. Damit steht fest, dass Tal schon 1997 im Rampenlicht war, wenn auch nur als Nebenfigur in einem Jugendmagazin. Im November 1997 erschien Gils erste Single „Round ‘n’ Round (It Goes)“, im Mai 1998 das Album „Here I Am“. Besonders in Asien wurde er zum Teenie-Star. Gil gewann später „Let’s Dance“ (2017) und spielte in Fernsehproduktionen wie „Die Sturmflut“ (2006).

Tal ging einen leiseren Weg. Er blieb bei der Musik, aber im Hintergrund, und tauchte in den Medien meist als „der Bruder von“ auf. Wie geht man damit um, wenn der eigene Name in Schlagzeilen selten allein steht? Wahrscheinlich pragmatisch, aber das ist eine Vermutung und keine Tatsache. Fest steht: Die beiden Brüder haben immer wieder zusammen Musik gemacht, und das ist der verlässlichste Beleg für ein enges Verhältnis.

Tal Ofarim bei Zoo Army

Der wichtigste dokumentierte Abschnitt in Tals musikalischem Leben ist die Band Zoo Army. Gil Ofarim gründete sie 2005 mit seinem Bruder Tal sowie Roland Söns und Dominik Scholz. Gil war Sänger, und nach einer Darstellung übernahm Tal Bass und Hintergrundgesang. Diese Rollenangabe stammt allerdings aus einer einzelnen Quelle, weshalb sie mit Vorsicht zu behandeln ist. Die erste Single hieß „I’m Alive“, das Debütalbum „507“ erschien in der ersten Hälfte des Jahres 2006.

Zoo Army war für Gil ein bewusster Bruch mit dem Image des Teenie-Idols. Er wollte nach eigenen Worten weg vom Pop und hin zu handgemachtem Rock. Für Tal war es die Gelegenheit, nicht mehr nur „der jüngere Bruder“ zu sein, sondern selbst Bandmitglied. Später, 2008, gründete Gil die Band Acht, deren Debütalbum „Stell dir vor“ 2010 erschien. Ob Tal dort mitspielte, geht aus den Quellen nicht hervor, und deshalb steht es hier nicht. Wie lange Zoo Army in dieser Besetzung aktiv war und warum sie endete, wird ebenfalls nirgends genau beschrieben.

Tal Ofarim bei Zoo

Gemeinsam auf der Bühne: das Konzert im Münchner Schlachthof 2009

Eines der schönsten Belege für den musikalischen Zusammenhalt der Familie ist ein Foto vom 10. Januar 2009. Es zeigt Abi Ofarim und seine Söhne Tal und Gil bei einem Konzert im Münchner Schlachthof. Drei Generationen der Ofarim-Musik, wenn man so will, auf einer Bühne: der Vater, der als Duo in den Sechzigerjahren Erfolge feierte, und die beiden Söhne, die selbst in Bands spielten. Solche Auftritte sind selten, weil Familienprojekte nicht immer harmonisch enden. Dass Abi mit seinen Söhnen spielte, spricht dafür, dass zwischen ihnen mehr bestand als nur Verwandtschaft. Weitere Bildquellen zeigen Tal außerdem bei Familienfeiern in München, etwa 2014 bei Gils Hochzeit, sodass der Kontakt zur Familie auch außerhalb der Bühne gut belegt ist.

Was über Tal Ofarim nicht bekannt ist

Wer Tal Ofarim googelt, erwartet oft eine aktuelle Nachricht: ein neues Album, ein Interview, ein Konzert. Dazu habe ich bei der Recherche nichts gefunden, was sich seriös belegen ließe. Weder sein heutiger Beruf noch sein Wohnort sind öffentlich bestätigt. Auch zu Solo-Projekten oder aktuellen Bandbeteiligungen liegen keine belastbaren Angaben vor. Das ist keine Lücke, die man mit Gerüchten füllen sollte. Menschen wie Tal, die im Schatten einer bekannten Familie stehen, haben ein Recht darauf, ihr Privatleben für sich zu behalten. Ich habe deshalb auch bewusst darauf verzichtet, private Details zu nennen, die zwar in Bildunterschriften auftauchen, für das Verständnis seiner Person aber keine Rolle spielen. Wenn sich das ändert, weil Tal selbst etwas veröffentlicht, wird sich das schnell verbreiten. Bis dahin gilt: Alles, was hier steht, lässt sich nachprüfen, und alles, was fehlt, fehlt aus gutem Grund.

Häufige Fragen zu Tal Ofarim

Wer ist Tal Ofarim?
Tal Ofarim ist ein Musiker, geboren 1984, Sohn von Abi Ofarim und jüngerer Bruder von Gil Ofarim.

Wie alt ist Tal Ofarim?
Er wurde 1984 geboren. Ein genaues Geburtsdatum ist öffentlich nicht belegt, er ist im Jahr 2026 also je nach Geburtsmonat 41 oder 42 Jahre alt.

Ist Tal Ofarim mit Gil Ofarim verwandt?
Ja, er ist sein jüngerer Bruder. Beide sind Söhne von Abi Ofarim und Sandra.

Wer sind Tal Ofarims Eltern?
Sein Vater ist der 2018 verstorbene Musiker Abi Ofarim, seine Mutter ist Sandra, die dritte Ehefrau von Abi. Die Ehe wurde 2004 geschieden.

Ist Esther Ofarim Tals Mutter?
Nein. Esther war Abis erste Ehefrau und Duopartnerin. Tal und Gil stammen aus seiner dritten Ehe.

Hat Tal Ofarim Geschwister?
Ja: Gil Ofarim als älteren Bruder und Oliver Berben als Halbbruder, den Abi Ofarim mit Iris Berben hat.

In welcher Band spielte Tal Ofarim?
In Zoo Army, die 2005 von Gil Ofarim gegründet wurde. Weitere Mitglieder waren Roland Söns und Dominik Scholz. Das Debütalbum „507“ erschien 2006.

Was bedeutet der Name Tal?
Auf Hebräisch „Tau“. Der Name wird in Israel für Jungen und Mädchen verwendet.

Was bedeutet der Name Ofarim?
Er gilt als Mehrzahl des hebräischen „ofer“, ungefähr „Hirschkalb“ oder „junger Hirsch“.

Was macht Tal Ofarim heute?
Dazu gibt es keine gesicherten öffentlichen Angaben.

Ist die israelische Ortschaft Beit Aryeh-Ofarim mit der Familie verwandt?
Nach allem, was bekannt ist, nein. Die Übereinstimmung des Namens ist zufällig.

Wo finde ich verlässliche Informationen über die Familie?
Die wichtigsten Anlaufstellen sind die Wikipedia-Einträge zu Abi und Gil Ofarim, der Nachruf der Jüdischen Allgemeinen und die Agenturmeldungen zu Abis Tod.

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