Nina Weiss: Die Chicagoer Malerin, die immer wieder zur Prärie zurückkehrt

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Wer im Spätsommer durch eine Prärie im Mittleren Westen der USA geht, sieht zunächst nur Gras. Erst aus der Nähe zeigt sich, wie viel dort übereinanderliegt: Halme in Gelb, Rostrot und Violett, dazwischen Blüten, Samenstände und Schatten. Genau diesen Blick hat Nina Weiss zum Thema ihrer Malerei gemacht. Die amerikanische Landschaftsmalerin lebt und arbeitet im Raum Chicago, Illinois, und malt seit mehr als drei Jahrzehnten, laut einer Galerie sogar seit über 40 Jahren. Ihre Bilder hängen in Museen, Firmensammlungen und Krankenhäusern, und einige tauchen sogar in Filmen auf. Wer ihren Namen sucht, will meist wissen, wer sie ist, was sie malt und wo man ihre Arbeiten sehen kann. Dieser Artikel beantwortet diese Fragen der Reihe nach.

KurzprofilAngaben
NameNina Weiss
BerufLandschaftsmalerin, Kunstpädagogin
Wohnort / WirkungsraumChicago, Illinois (USA)
SchwerpunktePrärielandschaften, Wasserläufe (Serie „Waterways“)
TechnikÖl auf Leinwand
AusbildungBFA, Tyler School of Art; Graduiertenstudium, University of Wisconsin, Madison
LehreSchool of the Art Institute of Chicago, Columbia College Chicago, eigene Workshops
Sammlungenu. a. United Airlines, Aetna, McDonald’s, Eli Lilly, Avon
Geburtsdatumöffentlich nicht bekannt
Websiteninaweiss.com

Nina Weiss: Wer steckt hinter dem Namen?

Der Name Nina Weiss ist nicht einmalig. Im Netz finden sich mehrere Menschen mit diesem Namen, darunter Privatpersonen mit eigenen Profilen in sozialen Netzwerken. Auch andere Namensträger aus der Familie Weiss sind bekannter, etwa die französische Schauspielerin Gaia Weiss, die durch „Vikings“ bekannt wurde. Wenn dieser Artikel von Nina Weiss spricht, ist die Malerin aus Chicago gemeint, deren Arbeiten auf ihrer eigenen Website, bei Saatchi Art und in mehreren Galerien dokumentiert sind. Sie beschreibt sich selbst als professionelle bildende Künstlerin und Pädagogin, und sie ist zugleich leidenschaftliche Radfahrerin und Reisende. Wie lässt sich also sicher unterscheiden, um welche Nina Weiss es geht? Am zuverlässigsten über das Stichwort Landschaftsmalerei und die Verbindung zu Chicago.

Nina Weiss steckt hinter

Nina: Ein Vorname mit weltweiter Verbreitung

Der Vorname Nina ist in vielen Ländern zu Hause, in Russland und Italien ebenso wie in Spanien, Deutschland und den USA. Häufig wird er als Kurzform längerer Namen wie Antonina oder Giovannina verstanden, und in einzelnen Sprachen kommen eigene Bedeutungen hinzu, weshalb es keine einzige Herleitung gibt, die überall gilt. Der Name ist kurz, klingt in fast jeder Sprache ähnlich und lässt sich leicht merken. Das erklärt vermutlich, warum er über Generationen und Grenzen hinweg beliebt geblieben ist. Für eine Künstlerin ist das eher ein Nebenaspekt, denn ein einprägsamer Vorname erleichtert es, sich einen Namen in der Kunstwelt zu machen. Woher kommt der Name Nina eigentlich, und warum taucht er in so vielen Kulturen auf? Weil er sich aus verschiedenen Wurzeln speist und deshalb an vielen Orten unabhängig voneinander entstanden ist.

Weiss: Ein Familienname mit langer Geschichte

Weiss geht auf das deutsche Wort „weiß“ zurück und gehört zu den sogenannten Übernamen. Solche Namen bezeichneten ursprünglich eine auffällige Eigenschaft eines Menschen, hier vermutlich helles Haar oder eine helle Haut. Der Name ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und kommt auch im jiddischsprachigen Raum vor, teils in den Schreibweisen Weisz oder Weis. In den USA schreibt man ihn häufig ohne „ß“, weil das Zeichen im englischen Alphabet nicht vorkommt. Dass eine Malerin ausgerechnet „Weiss“ heißt, ist ein hübscher Zufall, denn ihr Werk lebt gerade nicht von Weiß, sondern von kräftigen, tiefen Farben. Was bedeutet der Nachname Weiss also im Kern? Er bedeutet schlicht „weiß“ und war zunächst eine Beschreibung, keine Herkunftsangabe.

Nina Weiss und ihre Ausbildung

Die künstlerische Grundlage legte Nina Weiss an renommierten Adressen. Sie erwarb einen Bachelor of Fine Arts an der Tyler School of Art in Pennsylvania und setzte ihr Studium an der University of Wisconsin in Madison fort. Schon vor dem College besuchte sie Kurse an der Rhode Island School of Design und an der Art Students League in New York, zwei Institutionen mit langer Tradition in der Malerei. Später kamen Aufenthalte als Stipendiatin hinzu: bei der Ragdale Foundation, als Artist in Residence im Acadia National Park und im Vermont Studio Center. Solche Residenzen sind für Landschaftsmaler wertvoll, weil sie Wochen ohne Ablenkung an einem Ort erlauben. Wie prägt eine solche Ausbildung einen Malstil? Sie liefert das Handwerk, und die Residenzen liefern die Zeit, um vor Ort zu beobachten, statt aus dem Kopf zu malen.

Nina Weiss und ihre Ausbildung

Nina Weiss und die Prärie: Malerei aus nächster Nähe

Im Zentrum ihres Werks steht die Prärie, und zwar nicht als weiter Horizont, sondern als dichtes Gewebe aus Blüten und Gräsern. Ihre neueren Bilder gehen den Schichten, Farben und Texturen nach, die diese Pflanzen bilden. Weil sie so nah herangeht, tritt das klassische Landschaftsmotiv zurück, und die Malerei selbst rückt in den Vordergrund: Linie, Geste und Farbe. Ihre Farbwahl geht weit über das übliche Grün hinaus. Die Töne sind intensiv, üppig und dramatisch, und man erkennt in den Flächen den Schwung des Pinsels. Wer solche Bilder betrachtet, sieht zuerst Bewegung und erst danach Pflanzen. Warum malt jemand über Jahre dasselbe Motiv? Vermutlich, weil eine Prärie im Frühjahr, Sommer und Herbst jedes Mal anders aussieht und weil die Nähe immer neue Details freigibt. Wer sich für die Grundlagen dieser Gattung interessiert, findet weitere Hintergründe in unserem Beitrag zur Landschaftsmalerei, und wer die Prärien der USA selbst kennenlernen möchte, liest am besten den Überblick zu Prärielandschaften in Nordamerika.

Die Waterways-Serie von Nina Weiss

Als Gegenstück zu den großen Prärieformaten arbeitet Nina Weiss an einer laufenden Serie im kleinen Format von 12 mal 12 Zoll, den „Waterways“. Motive sind Flüsse, Bäche, Bewässerungsgräben und Seen, die sie in den USA, in Italien, England und Frankreich gesehen hat. Die kleinere Leinwand zwingt sie, ihre Technik zu übersetzen. Striche, Schichtungen und Gesten werden direkter und unmittelbarer, weil weniger Fläche zur Verfügung steht, um einen Gedanken zu Ende zu führen. Reizvoll ist der Wechsel zwischen den beiden Serien: Auf der einen Seite das große, dichte Wiesenbild, auf der anderen das kleine, schnelle Wasserbild. Was unterscheidet die Waterways von den Prärie-Werken? Vor allem der Maßstab und damit das Tempo der Malerei, während die Farbfreude in beiden Serien erhalten bleibt.

Ausstellungen und Sammlungen

Nina Weiss stellt seit vielen Jahren aus und ist in Galerien in den gesamten USA vertreten. Zu ihren Einzelausstellungen zählen „Hidden & Protected“ im Brushwood Center at Ryerson Woods in Riverwoods (2014), „Prairies & Waterways“ im Great River Road Museum of Contemporary Art in Potosi, Wisconsin (2016), „Landed“ bei Firecat Projects in Chicago (2019), „Prairie Visions“ in der Bereskin Gallery in Bettendorf, Iowa (2020) und eine Einzelausstellung bei J. Petter Galleries in Saugatuck, Michigan (2022). In den Jahren 2023 und 2024 lief „Grounded“ im Peggy Notebaert Nature Museum in Chicago. Ihre Bilder befinden sich in privaten und Firmensammlungen, unter anderem bei United Airlines, Aetna Insurance, McDonald’s, Eli Lilly, Avon und dem US-Zoll. Außerdem wurden Motive für Hotels und Krankenhäuser reproduziert, und im Rahmen des Programms „Gifts of Art“ von Michigan Medicine in Ann Arbor waren ihre Prärie-Arbeiten 2019 zu sehen. Wo hängen die Bilder von Nina Weiss konkret? In Museen, Galerien, Unternehmen und Kliniken, also an Orten, an denen viele Menschen sie ohne Eintrittshürde sehen. Einen Überblick über die Szene vor Ort gibt unsere Seite zur Kunst in Chicago.

Nina Weiss im Film und Fernsehen

Eine weniger bekannte Seite ihrer Arbeit betrifft die Leinwand im doppelten Sinn. Gemälde und Zeichnungen von Nina Weiss sind in zwei Hollywoodfilmen zu sehen, nämlich in „Just Visiting“ und in „Ice Harvest“ unter der Regie von Harold Ramis. Auch in der Fernsehserie „Chicago Fire“ tauchen ihre Werke auf. Solche Einsätze entstehen meist, wenn Ausstatter Kunst für Wohnungen, Büros oder Restaurants brauchen, und sie sprechen dafür, dass ihre Landschaften in einen Raum passen, ohne ihn zu dominieren. Für die Künstlerin bedeutet das vor allem zusätzliche Sichtbarkeit. Haben diese Auftritte etwas an ihrem Stil geändert? Dafür gibt es keine Hinweise. Ihre Themen sind über die Jahre erstaunlich konstant geblieben.

Nina Weiss Film Fernsehen

Nina Weiss als Lehrerin

Neben dem Malen unterrichtet Nina Weiss seit langem. Ihre Lehrerfahrung umfasst die School of the Art Institute of Chicago und das Columbia College Chicago. Zudem leitet sie mit ihrem Bildungsprojekt Art Endeavors Studio die „European Landscape Workshops“ und reist jeden Sommer mit Schülerinnen und Schülern nach Europa, um vor Ort zu malen. Ihr Instagram-Profil nennt sie außerdem als Craftsy-Dozentin, das heißt, sie hat auch Online-Kurse gegeben. Für Interessierte ist das eine praktische Möglichkeit, ihre Methode kennenzulernen, statt nur die fertigen Bilder zu sehen. Wer sich dafür interessiert, findet in unserem Beitrag zu Malworkshops in Europa Vergleichsangebote. Kann jeder an ihren Workshops teilnehmen? Aktuelle Bedingungen und Termine stehen auf ihrer Website, und die sollte man vor einer Buchung prüfen.

Wo man Bilder von Nina Weiss sehen und kaufen kann

Der bequemste Einstieg ist die eigene Website ninaweiss.com, auf der neue Arbeiten in Öl auf Leinwand gezeigt werden, von großformatigen Landschaften bis zu Sammlerstücken. Ergänzend gibt es ein Künstlerprofil bei Saatchi Art und einen Eintrag bei Evanston Made, einem Verzeichnis von Kunsthandwerk und Kunst aus Evanston, Illinois. Galerien wie J. Petter Galleries in Michigan stellen sie regelmäßig vor. Ausstellungstermine ändern sich, deshalb lohnt sich vor einem Besuch der Blick auf die jeweilige Galerieseite. Beim Kauf sollten Interessierte Format, Technik und Rahmung genau prüfen, denn ein Bild von 12 mal 12 Zoll wirkt an der Wand völlig anders als eine große Prärie-Leinwand. Wie kommt man an ein Original? Über die Website der Künstlerin oder über eine der Galerien, die sie vertreten.

Häufige Fragen zu Nina Weiss

Wer ist Nina Weiss?
Nina Weiss ist eine amerikanische Landschaftsmalerin aus dem Raum Chicago. Ihre Arbeiten befinden sich in privaten und Firmensammlungen in den gesamten USA.

Woher kommt der Name Nina?
Nina ist in vielen Ländern verbreitet und gilt häufig als Kurzform von Namen wie Antonina. Je nach Sprache kommen eigene Bedeutungen hinzu, daher gibt es keine einzige Herleitung.

Was bedeutet der Nachname Weiss?
Er geht auf das Wort „weiß“ zurück und war ursprünglich ein Übername, vermutlich für Menschen mit hellem Haar oder heller Haut.

Wie unterscheide ich Nina Weiss von anderen Personen mit demselben Namen?
Am sichersten über die Stichworte Landschaftsmalerei und Chicago sowie über ihre Website ninaweiss.com.

Wo hat Nina Weiss studiert?
An der Tyler School of Art (BFA) und mit einem Graduiertenstudium an der University of Wisconsin in Madison. Zuvor besuchte sie Kurse an der Rhode Island School of Design und der Art Students League in New York.

Was malt Nina Weiss?
Hauptsächlich Prärielandschaften aus nächster Nähe und, in kleinem Format, die Serie „Waterways“ mit Flüssen, Bächen und Seen.

Was unterscheidet die Prärie-Bilder von den Waterways?
Der Maßstab. Die Prärie-Bilder sind großformatig und dicht, die Waterways messen 12 mal 12 Zoll und wirken dadurch unmittelbarer.

Wo wurden ihre Werke ausgestellt?
Unter anderem im Peggy Notebaert Nature Museum in Chicago, im Great River Road Museum of Contemporary Art in Potosi, bei Firecat Projects in Chicago und bei J. Petter Galleries in Saugatuck.

Sind Bilder von ihr im Film zu sehen?
Ja, in „Just Visiting“ und „Ice Harvest“ sowie in der Serie „Chicago Fire“.

Unterrichtet Nina Weiss?
Ja. Sie hat an der School of the Art Institute of Chicago und am Columbia College Chicago gelehrt und leitet jeden Sommer Landschaftsworkshops in Europa.

Wo kann man ihre Bilder sehen oder kaufen?
Auf ninaweiss.com, bei Saatchi Art, über Evanston Made und in Galerien wie J. Petter Galleries.

Fazit

Nina Weiss zeigt, dass eine Landschaft nicht groß sein muss, um Eindruck zu machen. Ihre Prärie-Bilder gehen so dicht an das Motiv heran, dass daraus Malerei um ihrer selbst willen wird, und die kleinen Waterways beweisen, dass dieselbe Energie auch auf 12 mal 12 Zoll Platz findet. Dazu kommen eine solide Ausbildung, Ausstellungen in Museen und Galerien, Bilder in Firmensammlungen und im Fernsehen sowie eine lange Lehrtätigkeit. Wer sich für zeitgenössische amerikanische Landschaftsmalerei interessiert, findet bei Nina Weiss eine Künstlerin, die ihr Thema über viele Jahre ernst nimmt und trotzdem nicht müde wird, es neu zu sehen.

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